Restfeuchte richtig messen
Bei einer Umfrage des iba-Instituts zur Restfeuchtemessung von neuen Estrichkonstruktionen unter Mitwirkung der Fachzeitschrift Naturstein, sprach sich eine Mehrheit der befragten Fachleute für die CM-Prüfung aus, hält eine elektrische Vorprüfung aber für unerlässlich.
Die Auswertung der 282 ausgefüllten Fragebögen ergab, dass insbesondere Sachverständige die Feuchte in Baustoffen mit mehr als einer Methode messen. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer gab an, sowohl das CM-Gerät als auch elektrische Messgeräte zu nutzen. Etwa ein Drittel dieser Gruppe nutzt die elektrischen Messgeräte ausschließlich zur Vorprüfung, um eine Prüfstelle für die CM-Messung festzulegen. Ausschließlich mit der CM-Methode messen
30 %, ausschließlich elektrisch 12 %. Nur 7 % gaben die Darr-Prüfung als Messmethode an, 2 % die Mikrowellenprüfung und je 1 % das Aufkleben einer Folie, die Messung der relativen Luftfeuchtigkeit im Bohrloch und "eine kleine Darr-Prüfung im eigenen Backofen".
Gute Erfahrung mit elektrischen Messgeräten
Die meisten Teilnehmer (70 %) bewerteten die CM-Methode positiv. Nur 15 % hatten schlechte Erfahrungen damit. Ob die CM-Methode tatsächlich "gerichtlich anerkannt" ist, wird eine weitere Umfrage unter Richtern ergeben müssen. Schlecht bewertet wurde die CM-Prüfung – insbesondere wegen des Zeitbedarfs und der damit verbundenen Kosten. Vor allem wurde die fehlende Reproduzierbarkeit der Messung kritisiert.
Mehr als die Hälfte der Befragten (54 %) hatten mit elektrischen Feuchtemessgeräten gute Erfahrungen. Eine schlechte Meinung zur elektrischen Messmethode hatten 17 %, und 18 % haben noch gar keine Erfahrungen damit gemacht.
Wie misst man korrekt?
Aber wie wird nun korrekt gemessen? Die Fachwelt ist hier nach wie vor gespalten. Im Ergebnis der Umfrage sahen sich jedenfalls 71 % der Befragten in ihrer bisherigen Vorgehensweise bestätigt. Bei knapp einem Drittel (21 %) herrscht jedoch Verunsicherung. Unabhängig vom jeweiligen Standpunkt, gilt es abzuwägen, welche Methode die wenigsten Fehler hat, die beste Genauigkeit bietet und wie es um Kosten, Nutzen und Zeitaufwand steht. Immerhin sprechen sich 29 % der Umfrageteilnehmer dafür aus, die elektrische Messmethode in die Merkblätter und Richtlinien von Verbänden und Institutionen aufzunehmen. 43 % stimmten der Ansicht zu, die elektrische Feuchtemessung als Vorprüfung vor der CM-Prüfung zuzulassen. Chaos befürchten 15 % der Befragten: Die Angabe verschiedener Messverfahren in den Merkblättern würde erst recht Verwirrung stiften, weil die mit verschiedenen Messverfahren gewonnenen Messwerte nicht ohne Weiteres verglichen werden könnten.
Und wie beurteilen Sie das Ergebnis der Umfrage? Meinungen dazu können unter Tel.: 0800/4224678 oder per E-Mail unter info@iba-institut.de bei den Initiatoren der Umfrage, Annette Gottfried und Hans-Joachim Rolof vom iba-Institut, abgegeben werden.
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