"Protz-Grab" in Burladingen
Im schwäbischen Burladingen wird eine 600 m² große Grabstätte errichtet - 15 m breit, 45 m lang und von einer weißen Betonmauer umgeben. In Auftrag gegeben hat sie Wolfgang Grupp (67), Chef des Textilherstellers Trigema. Das Unternehmen mit 12.000 Mitarbeitern ist einer der Hauptarbeitgeber in der Region und wurde u.a. durch einen TV-Spott mit einem Affen bekannt. In der Grabstätte sollen neben Wolfgang Grupp auch seine Ehefrau und seine Kinder beerdigt werden.
In Burladingen selbst sorgt das Grab-Projekt kaum für Aufsehen. In Zeitungen außerhalb der 13.000-Einwohner-Stadt wird dagegen fleißig gelästert: "Protz-Grab", "Mega-Grabstätte", schrei(b)t beispielsweise die Bild-Zeitung und bezeichnet Grupp als "König von Burladingen".
Der Trigema-Chef selbst hat wenig Verständis für solche Kritik: "Mit Protz hat das nichts zu tun", wird er in der Online-Ausgabe der Welt zitiert. "Da kommt kein Mausoleum und nichts hin". Sein Grab werde lediglich eine Marmorplatte zieren. Die neue Ruhestätte werde errichtet, weil in der alten Familiengrabstätte einfach kein Platz für weitere Beisetzungen sei. Im Übrigen werde die Anlage parkähnlich gestaltet und bleibe für jedermann zugänglich ...
Wird Zeit, dass Nessie bald auftaucht. Sonst bleibt Grupps Grabstätte das beherrschende Thema im Sommerloch.
>>>Bild der Grabstätte
Sebastian Hemmer



