Patronatsfest in Stralsund
Bereits zum zweiten Mal trafen sich zahleiche Kollegen des nordostdeutschen Landesverbandes zu ihrem Patronatsfest in der Kulturkirche St. Jakobi der Hansestadt Stralsund.
Den Auftakt bildete eine Gedenkfeier für die Schutzheiligen des Steinmetzhandwerks. Der gastgebende Obermeister der Innung Rostock und stellvertretende Landesmeister, Edwin Rumpel, erinnerte an die vier standhaften Märtyrer Claudius, Simphorianus, Nisostratus und Castorius, die sich um das Jahr 300 unter Verweis auf ihren Glauben weigerten, Götterbilder für den Gott Äskulap zu meißeln. Daraufhin ließ sie Kaisers Diokletian mit Stahlgeißeln matern, in Bleisärge einschließen und in den Fluss werfen.
Zum geselligeren Teil gehörten wieder traditionelle Zunftwettbewerbe wie das Spalten von Findlingen und der Scharriereisen-Weitwurf. Hierbei konnten Gesellen, Meister und Gäste Erfahrung und Geschick unter Beweis stellen. Kleine Steinmetze versuchten sich an "Ausgrabungen". Überdies wurde der Geselle Malte Simon feierlich freigesprochen.
Der Berliner Steinbildhauer Carlo Wloch stellte den aktuellen Stand der umfangreichen Vorbereitungen zum Wiederaufbau des hauptstädtischen Schlosses vor. Anschließend folgte eine zünftige Steinmetzvesper, bei der ausgiebig über die Chancen und Perspektiven im Handwerk diskutiert wurde. LIM Joachim Feilhaber dankte allen Sponsoren, die zum Gelingen beigetragen hatten, darunter die Signal-Iduna Gruppe, die Firmen Strassacker und Hansen-Naturstein, der IKK Nord sowie der Ebner-Verlag.
(Erschienen am 8.12.2009)




