Naturstein ist nachhaltig
Pflasterbeläge aus Beton- und Naturstein sind umweltverträglicher als Asphalt- oder Klinkerdecken. Das geht aus einer Studie hervor, die die PE International GmbH im Dezember 2008 vorgelegt und deren Ergebnisse der Betonverband SLG in einer Broschüre mit dem Titel "Vergleichende Ökobilanz" veröffentlicht hat.
Untersucht wurde u.a. der Primärenergiebedarf bei der Herstellung von Oberbaukonstruktionen mit Deckschichten aus o.g. Materialien sowie deren Treibhauspotential. Am besten schnitt Betonwerkstein ab, dicht gefolgt von Naturstein. Für Beton sprechen aus ökobilanzieller Sicht u.a. die vornehmlich heimischen Ausgangsstoffe, fortschrittliche Abbau- und Produktionsprozesse sowie kurze Transportwege, so die Autoren der Studie.
Naturstein hat u.a. den Vorteil, dass kaum Kosten für die Entsorgung anfallen. Im Gegenteil: Nach dem Ausbau können Pflastersteine nahezu vollständig wiederverwendet werden. Weniger umweltverträglich sind dagegen die oft langen Transportwege. Für die Studie wurde eine Mischkalkulation für Transporte innerhalb Deutschlands (40%), Einfuhren aus EU-Ländern (30%) und aus China zugrundegelegt (30%).
"Würde man bei der Untersuchung der Umweltverträglichkeit lediglich Natursteine aus Deutschland berücksichtigen, schneidet der Naturstein wesentlich besser ab", ist DNV-GF Reiner Krug überzeugt. Der DNV hat eine eigene Studie für Fassaden in Auftrag gegeben, die im September erscheinen soll. Verglichen wird die Umweltverträglichkeit von Glas und Naturstein, für den verschiedene Transportszenarien untersucht werden.
Sebastian Hemmer
(Erschienen am 28.7.2009)



