Münster im Blick von Prominenten

Ein neues Buch über das Freiburger Münster eröffnet Einblicke in das Bauwerk aus prominenter Sicht. Ursula Saß hat mit ihrem Buch "Das Freiburger Münster aus der Sicht prominenter Besucher" 37 Berichte aus fünf Jahrhunderten gesammelt, die das Freiburger Bauwerk beschreiben und allesamt von berühmten Persönlichkeiten stammen.

So preist der Gelehrte und Mitbegründer der Universität Berlin, Wilhelm von Humboldt, 1813 den Turm als himmlischen, regelmäßigen von edelsten Zierraten umgebenen Saal. In Briefen oder Notizen äußern sich außerdem Victor Hugo, Walter Benjamin, oder Oskar Kokoschka. Felix Mendelsohn-Bartholdy geriet angesichts des Münsters ganz aus dem Häuschen: "Etwas Schöneres ist mir nie vorgekommen."

Ursula Saß hat nicht nur als Germanistin Erfahrung mit Recherche in Archiven. Als Ehefrau des langjährigen Münsterbaumeisters Manfred Saß betreute sie außerdem 16 Jahre lang das "Münsterblatt" mit, das sich in seiner jährlichen Ausgabe mit der Kunst- und Baugeschichte des Münsters befasst und über die Aktivitäten des Münsterbauvereins berichtet. Bei ihren Recherchen stieß sie auf eine Vielzahl von Berichten und Schriftstücken, in denen sich prominente Besucher zum Freiburger Münster äußern. Enttäuschend war für sie jedoch, dass wohl weder Goethe noch Fontane oder Heidegger das berühmte Bauwerk je zitiert hatten, obwohl sie Freiburg besucht oder dort gelebt hatten.


"Das Freiburger Münster aus der Sicht prominenter Besucher" von Ursula Saß ist 2009 im Kunstverlag Josef Fink erschienen und kostet 14,80 €.

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