Friedhöfe brauchen mehr Wettbewerb

Bürger profitieren von privatem Wettbewerb und zeitgemäßer Umstrukturierung bei Friedhöfen. Zu diesem Ergebnis gelangt die Verbraucherinitiative Aeternitas e. V. aus Königswinter bei Bonn. Aktuelle Vergleiche ergaben, dass Städte wie Berlin und Hamburg mit einem Nebeneinander von kommunalen und kirchlichen Friedhöfen günstigere Friedhofsgebühren bieten können als kommunale Monopolstädte wie Filderstadt oder das hessische Kelkheim.

In Filderstadt kostet z. B. ein Wahlgrab für 40 Jahre 5.810 Euro Gebühren, in Kelkheim für 25 Jahre 5.625 Euro. In Berlin und Hamburg kommen die Bürger weitaus günstiger davon: 1.064 Euro für 20 Jahre in Berlin bzw. 2.376 Euro für 25 Jahre in Hamburg.

Auch die Unterhaltungskosten der Friedhöfe bei den Städten würden sich mindern lassen, wenn nicht 15 000 ha von 35 000 ha Friedhofsfläche in deutschen Städten brach liegen würden. Ursache für die Überhangsflächen ist die Zunahme kleiner Urnengräber sowie die Abwanderung von Urnen in Waldbestattungsanlagen. Eine alternative Nutzung dieser Flächen, beispielsweise zur Gewinnung von Solarenergie, würde sowohl Bürger als auch Kommunen entlasten.

Als positives Beispiel für ein geglücktes Miteinander von Kommune und Wirtschaft wird Bielefeld angeführt. Stadt und Bestatter betreiben hier gemeinsam eine Friedhofsgesellschaft. Die Folge: attraktive Grabangebote für die Bürger, weniger Kosten für die Kommune sowie Zusatzeinnahmen dank der Gewerbesteuer der privaten Wirtschaft.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Alexander Helbach
Aeternitas e. V. – Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Dollendorfer Straße 72
53639 Königswinter
Telefon: 02244/925385
Fax: 02244/925388
alexander.helbach@aeternitas.de

(Erschienen am 03.08.2010)

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