Marmomacc noch internationaler
Zum 46. Mal fand vom 21. bis 24. September die Messe Marmomacc in Verona statt. Die Besucherzahl lag zwar wie im letzten Jahr bei rund 56.000. Unbestreitbar ist aber, dass die Messe international auf immer größeres Interesse stößt. Nach Angaben des Veranstalters VeronaFiere kamen erstmals mehr als die Hälfte aller Besucher aus dem Ausland, insgesamt aus 130 Ländern außerhalb Italiens.
Bei den insgesamt 1.500 Ausstellern war es ähnlich. Von ihnen kamen 58 % (2010: 50 %) aus dem Ausland. Insbesondere arabische Länder, Indien, China, der Iran und Frankreich waren stärker vertreten als 2010.
Reich an Stein und Design
Die Marmomacc fand nur drei Monate nach der Stone+tec statt. Firmen, die schon in Nürnberg ausgestellt hatten, präsentierten sich in Verona im Wesentlichen mit den gleichen Produkten. Dafür bot die Marmomacc steinbegeisterten Besuchern wieder reichlich Naturstein sowie eine Fülle von Designbeispielen. Unter dem Motto "Marmomacc meets Design" wurden auch in diesem Jahr die Ergebnisse der Zusammenarbeit von renommierten Designern mit ausstellenden Natursteinfirmen präsentiert, diesmal zum Thema "Mutable Spirit". Dabei ging es um die Wandelbarkeit von Naturstein durch den Einsatz neuer Technologien. Die Werke wurden auf den Ständen der teilnehmenden Natursteinfirmen präsentiert.
Den "Best Communicator Award 2011" erhielten: Citco mit Pietro Ferruccio Laviani, die Kooperative OperaiCavatori del Botticino mit Architekt Ivan Tognazzi, Franci Umberto Marmi mit Architekt Michele Cazzani, Henraux mit Craig Copeland und Lithos Design mit Raffaello Galiotto.
Spezielle Anerkennungen verlieh die Jury den Firmen Budri mit Patricia Urquiola und Pibamarmi mit Snohetta sowie der Ausstellung "Licht und Materie": Zusammen mit den Firmen Merbres-Sprimont aus Belgien und Solubema aus Portugal hatte Raffaello Galiotto aus schwarzem, belgischem Marmor und weißem Vigaria Marmor aus Portugal eine steinerne "Wunderkammer" geschaffen.
Die unter Nutzung von modernsten Technologien gefertigten Arbeiten zeigen die Ausdrucksmöglichkeit der beiden ganz unterschiedlichen Marmorsorten in Verbindung mit Licht (Transluzenz, Reflektion …). "Naturstein ist ein kostbarer Werkstoff; entsprechend sollten wir ihn verbauen", ist Galiotto überzeugt. Es gehe nicht darum, die frühen Ägypter oder Römer zu kopieren, sondern von ihnen zu lernen und zeitgemäße Lösungen zu entwickeln, die lange halten, also nachhaltig sind. "Less for Ever" (weniger auf ewig) sei der richtige Ansatz.
Über Aussteller und Produkte auf der Marmomacc berichten wir ausführlich in unserer November-Ausgabe (>>Naturstein abonnieren)
(14.10.2011)








