Made Expo: Gold grüßt Grau
In Rho bei Mailand fand vom 3. bis 6. Februar die 3. Made Expo statt. Diese internationale Messe richtet sich an Planer und Architekten. Gezeigt wird alles, was zum Thema Planen und Bauen gehört, also auch Naturstein. Grau gehört zu den Trendfarben.
Made steht hier nicht für made in Italy, sondern für Mailand, Architektur und Design und wird ausgesprochen wie die "Made" im Speck. Nach Angaben der Messeorganisation konnte sich die Veranstaltung mit satten +21% (242.152 Besuchern, davon 23810 /+24% aus dem Ausland) etablieren. 1700 Aussteller aus 254 Ländern nahmen teil.
Die nach Anwendungen strukturierte Messe zeigt Trends auf. In den Bereichen Naturstein, Keramik, Stoffe und Putz sind einerseits opulenter Glanz, satte Farben, viel Schwarz, Gold, Silber und barock anmutende Dekore gefragt, andererseits matte, sanfte und pudrige Schlamm- und Pastelltöne. Große Formate sowie Mosaike sind gefragt. Farblich dominieren Grau (sowohl mit metallischem Glimmer – beim Naturstein z.B. Schiefer und Quarzite – als auch in matten Schattierungen – z.B. gebürstete Oberflächen – und Beige (v.a. Sandstein, Kalkstein, Travertine mit reliefartigen Oberflächen. Am Gemeinschaftsstand von Pibamarmi und Il Casone wurde die Trendfarbe Grau eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Hingucker waren Waschtische aus verschiedenen High Tech-Materialen in extrem dünnen Stärken, aber nicht aus Stein – im Gegensatz zur Marmomacc präsentierten sich die Natursteinaussteller auf der Made Expo nicht mit aufwändigen Designerobjekten, sondern mit »reinem« Stein. Unter den Natursteinausstellern dominierten klar die Italiener, viele aus dem Trentino, aus der Lombardei und aus Süditalien. "Bodenbeläge aus Naturstein" boten 68 Aussteller an, davon je einer aus Norwegen, Frankreich und Finnland.
Die nächste MADE expo wird vom 5. bis zum 8. Oktober 2011 stattfinden – ein Pflock auf dem Weg zur Weltausstellung, die 2015 in Mailand veranstaltet wird. Umweltschutz und Nachhaltigkeit gehören zu den Werten, denen sich auch die Made Expo verpflichtet fühlt.
Alexandra Becker
(Erschienen am 22.2.2010)




