Logo und Nachhaltigkeit
Ein zentrales Thema auf der ZDNW-Sitzung am 15. November in Nürnberg war das Natursteinlogo "jedes Stück ein Unikat". Man müsse sich jetzt anstrengen und dafür sorgen, dass das gemeinsame Zeichen bekannter wird, so DNV-Präsident Joachim Grüter, der derzeit den Vorsitz im Dachverband von BIV und DNV innehat. Die Steinmetze haben bereits beschlossen, dass ab 2012 ein Anteil der Mitgliedsbeiträge automatisch als Umlage für Werbemaßnahmen verwendet wird, die insbesondere der Förderung des Logos dienen. Das hat zur Folge, dass in Zukunft jeder im BIV organisierte Betrieb das Logo benutzen darf, ohne dass er dafür separate Lizenzgebühren zahlen muss. Ein Teil der Einnahmen für das Logo werden für einen flankierenden Internetauftritt aufgewendet, der in den nächsten Monaten realisiert werden soll. Auf dem neuen "Logo-Portal" soll u.a. über Lizenznehmer und das Material Naturstein im Allgemeinen informiert werden.
Grüter wies auf der Verbandssitzung daraufhin, dass die örtlichen Arbeitsbedingungen derzeit nicht nur im Zusammenhang mit Grabsteinen aus Indien und anderen asiatischen Ländern ein Thema seien, sondern auch in anderen Natursteinbereichen im Bauwesen. Man stehe bereits im Gespräch mit FairStone und wolle das Thema offensiv angehen, so der Präsident.
Über Aktivitäten in Sachen Friedhofsberatung informierte Prof. Gerd Merke. Seine Stelle behandle pro Jahr zwischen 150 und 180 Fälle. Zum einen sei er oft in die Ausarbeitung und Formulierung von Friedhofssatzungen involviert. In anderen Fällen gehe es u.a. darum, zwischen Friedhofsverwaltungen und –Nutzern zu vermitteln, beispielsweise wenn es Streitigkeiten wegen der Grabgestaltung gebe, so Merke. Bei vielen Urteilen handele es sich um Leitentscheidungen, die wichtige Rahmenbedingungen für die Friedhofsnutzung vorgeben würden.
Merke, der Generalsekretär bei EUROROC ist, berichtete abschließend auch über Entwicklungen auf europäischer Ebene. Ein Thema sei derzeit die einheitliche Deklarierung von Produkten (EPD), die in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll und nach der neuen Bauproduktenverordnung ab Juli 2013 verpflichtend ist. Auch über die EU-Abfallbeseitigungsrichtlinie werde derzeit diskutiert. Das Thema sei für die Steinbranche von großer Bedeutung, da bei der Natursteingewinnung oft 60 – 70 % Abraum entstünden.
(17.11.2011)




