Leiche in der Post
In Brasilien hat eine Leiche mehrere tausend Kilometer auf dem Postweg zurückgelegt und unterwegs sogar einen Raubüberfall überstanden. Bei dem Verstorbenen handelte es sich laut einem Bericht der Welt um einen Mann, der nach seinem Tod in Rio de Janeiro beerdigt worden war.
Vor ein paar Monaten war der Leichnam exhumiert worden, weil die Eltern ihren verstorbenen Sohn an ihrem Wohnsitz in der rund 3.000 Kilometer entfernten Kleinstadt Vicosa erneut beisetzen lassen wollten. Ein Bekannter packte die rund 6 kg wiegenden sterblichen Überreste in ein Paket
und schickte sie per Post an die Hinterbliebenen.
Unterwegs wurde der Post-Lkw, in dem die Leiche transportiert wurde, ausgeraubt. Mit dem Toten konnten die Diebe anscheinend nichts anfangen und ließen das Paket einfach auf der Straße stehen, wo es schließlich gefunden wurde. Bei einer Scanner-Überprüfung entdeckten Postbeamte die Knochen
und zogen die Sendung aus dem Verkehr ...
Auch wenn das Versenden von Toten nicht erlaubt ist, wird kein Strafverfahren eingeleitet, hieß es von Seiten der brasilianischen Polizei. Weder der Sender, noch die Empfänger hätten gewusst, dass man sterbliche Überreste nicht mit der Post verschicken darf.
(21.11.2011)



