Leiche im Fußballstadion
In Kolumbien haben vor ein paar Monaten Fußballfans die Leiche eines Kameraden mit ins Fußballstadion genommen. Bei dem Toten handelte es sich um einen 17-Jährigen, der im Armenviertel von Cucuta beim Fußballspielen erschossen worden war. Freunde des Ermordeten stahlen den Sarg mit der Leiche bei einem Bestattungsunternehmen und schmuggelten ihn ins örtliche Stadion, wo ein Ligaspiel ihres Clubs Cucuta Deportivo stattfand. Kurz nachdem der Tote eintraf, erzielte Cucuta den Ausgleichstreffer zum 1:1 Endstand.
In Sachen Fußball verstehen die Kolumbianer übrigens grundsätzlich überhaupt keinen Spaß. Mehrere vermeintlich erfolglose Spieler wurden bereits Opfer von Attentaten. Der wohl bekannteste Fall ereignete sich 1994. Damals wurde Andres Escobar, Verteidiger im Nationalteam, erschossen, nachdem er bei der Weltmeisterschaft im Vorrundenspiel gegen die USA ein Eigentor geschossen hatte.
(26.8.2011)



