Grabmale in Villingen-Schwenningen
Unter dem Motto "Leben braucht Erinnerung" werden den Besuchern der baden-württembergischen Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen 22 klassische und alternative Gestaltungsmöglichkeiten für die letzte Ruhestätte präsentiert, darunter auch Urnengräber und Beispiele für Gemeinschaftsgrabfelder. Verwirklicht wurde die Ausstellung vom Netzwerk Stein gemeinsam mit den Friedhofsgärtnern. Ziel ist es, auf die Bedeutung der Friedhofskultur aufmerksam zu machen und den Friedhof als Ort der Begegnung, Besinnung, Kommunikation und Erinnerung zurück ins Bewusstsein der Menschen zu bringen.
Das Zentrum der Ausstellung bildet eine Gemeinschaftsgrabanlage mit dem Titel "Andacht", in deren Mittelpunkt sich ein Raum mit einer an eine frühchristliche Grabes- bzw. Geburtskirche erinnernden Ummauerung befindet. Kniehohe Steinsegmente markieren einen Andachtsraum, in dem Trauerrituale möglich sind. Im Mittelpunkt befindet sich ein altarähnlicher Stein, in den von Efeu und Rosen umrankte Eisenstangen gesteckt sind. Das Innere des Andachtsraums symbolisiert das Diesseits, der äußere Bereich, wo die Beisetzungen erfolgen, das Jenseits. Vorgesehen sind sowohl Urnen- als auch Erdbestattungen. Realisiert haben die die Gestalter 21.
Ein weiterer Beitrag auf der Gartenschau stammt von Meisterschule in Freiburg. In einer vierwöchigen handlungsorientierten Unterrichtseinheit haben Schüler im ersten Halbjahr ihrer Ausbildung eine elliptische Anlage mit dem Titel "Heimkehr" entworfen. Die Schüler fertigten u.a. reliefartige Steinplatten aus burgundischem Kalkstein. Diese sind so gestaltet, dass sie die Lebenssituation der Bestatteten widerspiegeln sollen.
Erwähnenswert ist auch eine Arbeit von Alf Setzer aus Stuttgart. Aus Grabsteinen von aufgelösten Grabmalen hat er auf der Gartenschau eine Arbeit mit dem Titel "Endliche Säule" realisiert.
Hier finden Sie Bilder der in Villingen-Schwenningen ausgestellten Grabmale.
Kontakt:
www.lgs-vs2010.de




