Landesgartenschau in Rosenheim
In fünf Bundesländern finden derzeit Landesgartenschauen statt. Auf der bayerischen Gartenschau in Rosenheim haben Steinmetze, Metallgestalter, Künstler, metallverarbeitende Firmen und Gärtner klassische und moderne Mustergräber aus verschiedenen Kulturkreisen angelegt. Ziel ist es nicht nur, den Umgang mit Bestattung und Tod in verschiedenen Religionen und Kulturen zu zeigen, sondern für das Thema Tradition und Wandel in der Bestattungskultur zu sensibilisieren.
Insgesamt wurden zehn Doppelgräber, neun Einzelgräber, zehn Urnengräber, ein Urnengemeinschaftsgrab und eine halbkreisförmige Gemeinschaftsgrabanlage angelegt. Drei Doppelgräber wurden individuell nach fiktiven Lebensläufen gestaltet, die Steinmetze und Gärtner gemeinsam erstellt haben. Für das Grab einer "90-jährigen Kräuterkundigen" aus der Region wurden beispielsweise u.a. Steinen aus dem Jenbach-Tal bei Bad Feilenbach verwendet. Angelegt wurde auch ein Feld für Totgeborene, in dem es Platz für Trauerrituale gibt.
Die ausgestellten Arbeiten wurden im Rahmen eines Wettbewerbs ermittelt, bei dem Materialkombinationen ausdrücklich erwünscht waren. Laut Ausschreibung durften ausschließlich Natursteine aus dem zentraleuropäischen Raum verwendet werden. Bei allen Beiträgen war es den Organisatoren wichtig, Verweilmöglichkeiten einzurichten und Begräbnisstellen zu schaffen, die positive Trauer ermöglichen, zum Verweilen einladen und von Angehörigen gerne aufgesucht werden.
Hier finden Sie Bilder der ausgestellten Grabmale.
Landesgartenschau Rosenheim
Öffnungszeiten: Bis 3. Oktober täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Tel.: 08031/901088-0
www.rosenheim2010.de




