Krematorien buhlen um Kunden
Krematorien in privater Trägerschaft haben der kommunalen Konkurrenz seit Ende der 1990er Jahre durch ausgeprägten Service und günstigere Preise Marktanteile abgenommen. Diese haben jedoch reagiert und setzen ihrerseits verstärkt auf Kundenfreundlichkeit. "Die Verbraucher haben die freie Wahl, sie können sich für das für ihre Ansprüche beste Krematorium entscheiden", sagt der Aeternitas-Geschäftsführer Christoph Keldenich. Dabei sollten sie neben den jeweiligen Serviceangeboten und Gebühren die Überführungskosten für den Leichnam und die Empfehlungen des Bestatters im Auge behalten.
Für die Verbraucher hat Aeternitas im Internet auf einer Deutschlandkarte die Standorte von 157 Krematorien zusammengetragen. Unter www.aeternitas.de oder direkt unter http://entwicklung1.aeternitas.de/krematorien_online finden die Internetnutzer jeweils Kurzinfos und Kontaktdaten.
Einige Krematorien verfügen über eigene Trauerhallen. So ist es auch möglich, sich vom Verstorbenen zu verabschieden und bei der Einäscherung anwesend zu sein. Offenheit wird zunehmend groß geschrieben. Zahlreiche Krematorien gehen auf die zum Teil skeptischen Bürger zu und bieten Führungen an oder veranstalten einen Tag der offenen Tür.
Mehr als die Hälfte der Verstorbenen in Deutschland wird eingeäschert. Mitte der 1990er Jahre war es noch ein Drittel. Der jeweilige Anteil schwankt. Besonders hoch – über 80 Prozent – ist er im Osten Deutschlands. Auch werden im protestantischen Norden mehr Menschen eingeäschert als ich im eher katholisch geprägten Süden des Landes.
(23.11.2011)



