Konjunkturbelebung im Handwerk

Die Handwerkskonjunktur hat sich belebt. Nach einer starken Abkühlung zu Beginn des Jahres liefen die Geschäfte im dritten Quartal 2009 wieder spürbar besser. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des ZDH hervor, an der sich 22.900 Handwerksbetriebe beteiligt haben.

76 % der Betriebsinhaber beurteilen ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Das sind 12 % mehr als im 1. Quartal und fast so viele wie im Vorjahr (77 %). Die Betriebsauslastung liegt bei 75% (-1% gegenüber dem Vorjahresquartal), die Auftragsreichweite bei 5,7 Wochen (5,8 Wochen im 3. Quartal 2008).

Trotz der Belebung, ist die Krise laut ZDH auch im Handwerk präsent. V.a. Zulieferer seien stark von Exporteinbrüchen betroffen. Dagegen würden die robuste Nachfrage der Privathaushalte und die zusätzliche öffentliche Bautätigkeit aber in den anderen Branchen das Geschäft deutlich beleben. Dazu hätten nicht zuletzt die Konjunkturpakete der Regierung beigetragen. Die Entlastung der Bürger und Betriebe habe Konsum und Investitionen gestützt. Darüber hinaus würden öffentliche Aufträge beim Bau- und Ausbaugewerbe einen Teil der Lücke füllen, die durch rückläufige gewerbliche Aufträge und Einbrüche im privaten Wohnungsneubau entstanden war.

ZDH-Präsident Hanns-Eberhard Schleyer geht davon aus, dass 2010 für das Handwerk trotz leichter Erholung ein schwieriges Jahr wird. U.a. zeichne sich eine Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen vieler Unternehmen ab. Das berge die Gefahr, dass auch grundsätzlich gesunde Unternehmen wegen unzureichender Liquidität in ihrer Existenz gefährdet werden. Schleyer appelliert an die Bundesregierung, am Kurs des Dreiklangs von Konsolidierung, Entlastung und Investition in Bildung festzuhalten.

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