Konjunktur und Friedhof
Fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer konnte der LIV Mecklenburg-Vorpommern am 19. und 20. Oktober in Graal-Müritz seinen 20. Verbandstag begehen.
Neben der Allgemeinverbindlichkeit des Lohntarifes standen das zweite Konjunkturpaket und dessen Umsetzung in den Kommunen und Gemeinden im Vordergrund. Der stellvertretende BIM Frank Schuster begründete die Vergabeverfahren mit der Notwendigkeit eines sorgfältigen und rechtlich abgesicherten Verlaufs. Schließlich sei es im Sinne der ansässigen Betriebe, wenn die kleinteilige Vergabe Vorrang erhalte. LIM Joachim Feilhaber dämpfte allzu große Erwartungen an das Konjunkturpaket: Die Wirkung zusätzlicher Aufträge werde hierzulande erst in den nächsten ein bis zwei Jahren zum Tragen kommen.
Die schwierigen Bedingungen im Bereich Friedhof bildeten einen weiteren Schwerpunkt der Tagung. Gemeinsam mit Friedhofsverwaltungen und Friedhofsgärtnern wolle man Lösungsansätze zur Neugestaltung von Grabfeldern erarbeiten, so Feilhaber.
Wie diese Neugestaltung aussehen könnte, zeigte Günter Czasny von der Firma Strassacker in seinem vielbeachteten Vortrag "Orte, die gut tun. Die Zukunft unserer Friedhöfe". Die persönliche und individuelle Grabmalgestaltung sei weiterhin wichtig. Allerdings müsse das Hauptaugenmerk auf den Ort gelegt werden, so Czasny. Er zeichnete Wege auf, wie Steinmetzbetriebe Raum für Trauerrituale und neue Grabstättenkonzepte schaffen können, um dem Trend neuer Bestattungsarten wie Kolumbarien oder Friedwälder entgegenzuwirken.




