Im Zeichen der Steine
"Im Zeichen der Steine" ist der Titel einer Ausstellung des Bildhauers Rudolf Kaltenbach, die noch bis 25. Oktober in der St. Peter und Paul Kirche in Hochheim am Main zu sehen ist.
Präsentiert werden Bilder sowie Skulpturen aus Quarzit, Marmor, Schiefer, Granit und Gabbro, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind. Zentrales Gestaltungselement ist das Kreuz, das der Bildhauer in offener und geschlossener Form in seine Skulpturen einfügt. "Verbunden mit dem Stein tritt es in Beziehung zum Raum der Kirche, definiert ihn neu, öffnet und durchbricht ihn", so der Bildhauer.
Alle Kunstwerke sind aus geometrischen Grundformen wie Punkt, Linie, Quadrat, Rechteck und Kreis zusammengesetzt. Um den Stein in seiner Vollkommenheit zu erfassen, muss sich der Betrachter um ihn herum bewegen und ihn anfassen. So kann er Verletzungen, Unebenheiten und Arbeitsspuren spüren. Geistiger Aufwand und technischer Herstellungsprozess bleiben in Kaltenbachs Werk dezent im Hintergrund. Die Bearbeitung seiner Steine ist für ihn wie Meditation, "wenn ich mit mir, dem Stein und der Welt im Einklang bin", so Kaltenbach.
Der Bildhauer fertigt u.a. auch große Steinskulpturen, wie sie z.B. neben der Neuen Nationalgalerie und Philharmonie am Kulturforum in Berlin und in Hochheim am Main stehen.
Zusammen mit der Bildhauerin Silvia Fohrer ist Kaltenbach Gründer und Organisator des Internationalen Bildhauer Symposiums "Steine ohne Grenzen". Seit 2001 treffen sich hier Bildhauer zur gemeinsamen Arbeit an einem Gesamtkunstwerk, das der Völkerverständigung dienen soll.
Erschienen am 23.09.2009







