Hauzenberg: Austausch ohne Grenzen

Steinmetzmeister Ludwig Bauer (l.) und sein Sohn Martin Bauer vor der neu geschaffenen Rosette

Das Granitmuseum Hauzenberg bei Passau ist um eine Attraktion reicher: Mit dem Nachbau eines gotischen Rosettenfensters aus dem Kapitelsaal des Zisterzien­serklosters Vissy Brod in Tschechien, dem früheren Hohenfurt im Böhmerwald, haben Steinmetzmeister Ludwig Bauer und sein Sohn Martin in vier Tagen ein Werk im Rahmen des Projekts "Steinreich" geschaffen, bei dem sich grenzüberschreitend alles um Granit dreht.

Das aus zwölf Segmenten bestehende Fenster mit einem Durchmesser von etwa 2 m ist aus mittelkörnigem, leicht gelblichem Berbinger Granit aus Hauzenberg. Bei der Rekonstruktion ging es den beiden Steinmetzen um die handwerkliche Herausforderung. Die historische Bleiverglasung führten Meisterschüler des Glaserhandwerksaus Vilshofen aus. Das Rosettenfenster wird auf Dauer im Granitzentrum zu sehen sein. Hinterleuchtet im dunklen Schauraum bietet es einen faszinierenden Anblick aus Stein, Glas und Licht.

Den Austausch über die Grenzen hinweg sieht das Granitzentrum als seine zentrale Aufgabe. Ein weiteres aktuelles Projekt, bei dem sich das Granitzentrum engagiert, ist die Sanierung der Burgruine Falkenstein. In den vergangenen Wochen haben dort viele fahrende Handwerksgesellen gearbeitet. Einige von ihnen kamen auch zur Präsentation des Rosettenfensters nach Hauzenberg.

(5.10.2011)

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