Grabmal-Ted-Sieger geehrt

Sieger beim Grabmal-Ted 2009: Lucia Torge und Timothy Vincent
Platz 1: Grabmal von Timothy Vincent
Platz 2: "Möbiusring" von Lucia Torge
Platz 3: Gemeinschaftsgrab von Timothy Vincent

Der Grabmal-Ted 2009 ist vorbei. Ein halbes Jahr lang haben Internet-Nutzer auf der Webseite www.grabmal-ted.de abgestimmt und ihre Grabmal-Favoriten ermittelt. Die Sieger wurden am 8. Mai auf dem Hockenheimring geehrt. Im Rahmen der "Formel Stone" präsentierten dort mehrere namhafte Firmen aus dem Grabmalbereich zwei Tage lang ihre Produkte.

Der Grabmal-Ted fand bereits zum fünften Mal statt. Ziel der von der Verbraucherinitiative Aeternitas und der Fachzeitschrift Naturstein veranstalteten Aktion ist es, Beispiele für Grabmalgestaltungen zu zeigen und herauszufinden, was sich die Verbraucher wünschen. Zur Abstimmung standen 30 Grabmale, die eine Jury im Vorfeld unter mehr als 100 Einsendungen ermittelt hat. Teilnahmeberechtigt waren handwerklich gestaltete Grabmale genauso wie industriell gefertigte. Materialkombinationen waren ausdrücklich erwünscht. Juroren waren Michael Gärtner von der Nürnberger Friedhofsverwaltung, Thomas Feldkamp von Aeternitas und Naturstein-Chefredakteurin Bärbel Holländer.

Große Resonanz
Die Resonanz auf den Grabmal-Ted war auch diesmal sehr groß. Von November 2009 bis April 2010 haben mehr als 80.000 Internet-Nutzer die Ted-Weseite besucht und abgestimmt. Die Medien haben im gleichen Zeitraum mit einer Auflage von 11 Mio. berichtet. Das belegt, dass in der Öffentlichkeit Interesse am Thema Grabmal besteht und der Ted eine gute Plattform darstellt, um auf zeitgenössische Grabmal- und Friedhofsgestaltung aufmerksam zu machen.

Die Gewinner
Der Grabmal-Ted war bis zum Schluss spannend. Während das Votum der Verbraucher im letzten Jahr sehr deutlich war, war beim Grabmal-Ted 2009 lange völlig offen, welches Grabmal letztendlich das Rennen macht. V.a. die vier erstplatzierten Arbeiten liegen sehr nah beienander. Gewonnen hat ein einstelliges Kindergrabmal der Steinbildhauer Vincent mit 14,8% der abgegebenen Stimmen. Die 60 x 8 x 130 cm große Arbeit besteht aus Stein, Glas sowie Stahl und zeigt den Umriss einer Familie, der für Halt, Sicherheit und Schutz steht. Den Verlust symbolisiert eine Fehlstelle im Ensemble. Die Silhouette des Kindes ein herausgekippter und auf der Grabstelle liegender Stein. Preislich liegt das Grabmal zwischen 3.001 und 4.000 €.

Mit 11,3% aller Stimmen erreichte die Bildhauerin Lucia Torge aus Schrobenhausen mit einem mehrstelligen Erdgrab den zweiten Platz. Der "Möbiusring" (150 x 125 x 30cm) aus Kelheimer Auerkalk ist gespitzt, gestockt und geschliffen bearbeitet. Das Objekt zeichnet sich u.a. durch einen mittigen Versatz aus, der veranschaulichen soll, dass in jedem Ende ein neuer Anfang liegt. Preislich liegt das Grabmal bei über 4.000 €.

Mit einem mehrstelligen Gemeinschaftsgrab (Titel: "Gemeinschaft") sicherte sich die Steinbildhauerei Vincent auch den dritten Rang (11,1 % aller Stimmen). Die Arbeit (300 x 300 x 150 cm) aus Anröchter Dolomit und Grauwackepflaster wurde als ganzer Block im Wasserschliff gearbeitet und anschließend von einer Seite aus in vier Teile gestoßen. Die Lebensalter (Geburt, Jugend, Alter, Tod) korrespondieren miteinander als Teile eines größeren Ganzen. Die Oberfläche im Wasserschliff steht für die Erosion der Zeit. Für die Flächen ist eine keilförmig vertiefte Beschriftung vorgesehen. Insgesamt ist Platz für die Namen von ca. 200 Verstorbenen vorhanden.

Hier finden Sie Informationen und Bilder zu den zehn bestplatzierten Grabmale

(Stand: 9.5.2010; Weitere Informationen und Berichte über Platzierungen etc. sowie über den Event Formel Stone folgen)

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