Exporteinbrüche in Italien

Italien erreicht ein Naturstein-Exporttief.
Italien erreicht ein Naturstein-Exporttief.

Die Zahlen des italienischen statistischen Bundesamtes (Istat) für das erste Quartal 2009 bestätigen das befürchtete Naturstein-Exporttief:
Bei Rohblö­cken, Rohtafeln und Fertigarbeiten wurde ein Rück­gang von 23,71 % im Wert und 21,13 % im Gewicht festgestellt. Besonders betroffen sind die Granitfertigarbeiten mit  -34,21 % im Gewicht und  -33,51 % im Wert.

Die Exporte von Marmor- und Travertinfertigware gingen hingegen "nur" um 26,19 % im Gewicht und um 18,99 % im Wert zurück.

Am schlechtesten schnitt der Export in die USA ab: Im Vergleich zu 2007 wurden hier zwei Drittel der Exportmenge eingebüßt. Relativ stabil blieb die Ausfuhr nach Nordafrika, positiv schnitten nur die Emirate ab. 

In Verona brach der Export von Halbfertig- und Fertigarbeiten sogar um 39,6 % ein (61,09 Mio. € im Vergleich zu 100,84 Mio. € in 2008). Die Exporte in die beiden wichtigsten Absatzmärkte sind um 64,8 % (USA) und 25,2 % (Deutschland) gesunken.

Carrara exportierte Halbfertig- und Fertigware im Wert von 51,77 Mio. €, das entspricht im Verhältnis zu 61,16 Mio. € in 2008 einem Minus von 15,3 %.  Carrara leidet etwas weniger unter der negativen Stimmung auf den internationalen Märkten als Verona, da dort die Weiterverarbeitung von Granit und "auswärtigem" Material die Exportschwierigkeiten noch verstärkt.

Alexandra Becker

Erschienen am 25. August 2009