Epprechtstein wieder im Programm

Interview im Steinbruch: Oliver Fröba und Alexander Faßlrinner von Naturstein Vetter im Gespräch mit BR-Reporter Christian Riedl (v. l.).
Interview im Steinbruch: Oliver Fröba und Alexander Faßlrinner von Naturstein Vetter im Gespräch mit BR-Reporter Christian Riedl (v. l.). Foto: Wolfgang Lindner

Vor über 20 Jahren zwangen die billigen Granitimporte aus China und Indien die meisten Steinbruchbetreiber im Fichtelgebirge zum Aufgeben. Seit zwei Jahren ist wieder eine steigende Nachfrage nach heimischen Graniten zu bemerken. Das sagt Oliver Fröba, Marketingleiter der Firma Naturstein Vetter in Eltmann. "Diese Nachfrage hat uns dazu bewogen, den Steinbruch 'Schlossbrunnen' zu reaktivieren und seinen grau-gelb gesprenkelten Epprechtsteingranit in unser Programm aufzunehmen."

Erstmals sei der Stein dieses Jahr im Januar auf der Messe BAU in München vorgestellt worden und bei Architekten und Bauherren auf großes Interesse gestoßen. "Bei der Sanierung der Steinernen Brücke in Regensburg steht der Stein in der engeren Auswahl, und die Firma Rehau wird in ihrem neuen Gebäude 3000 m² Epprechtsteingranit als Bodenbelag verarbeiten lassen", so Fröba. "Unser Granit ist in der Anschaffung sicher nicht der Billigste, aber langfristig die bessere Alternative, da er als Bodenbelag oder Fassade ohne Probleme 60 Jahre und mehr übersteht."

Als Referenzobjekte nennt Alexander Faßlrinner, Leiter des Liefergeschäfts bei Vetter, u.a. die City-Gallery in Hamburg, das Sankt-Josef-Klinikum in Schweinfurt, das Reichstagsgebäude in Berlin und den Tierpark Hellabrunn in München.

Einen sechsstelligen Betrag hat die Firma Vetter in die Reaktivierung des Steinbruchs investiert. Seit Mai werden die Oberlagen entfernt, die zum Straßenbau verwendet werden. Die darunter liegende Werksteinbank wird nach ihrer Freilegung in Blöcken von rund 2,70 x 1,30 x 1,70 m abgebaut und zu Boden- oder Fassadenplatten verarbeitet.

"Am Anfang hat es wegen der Sprengungen Beschwerden der Bevölkerung gegeben", berichtet Oliver Fröba. Diese Probleme seien jedoch behoben worden. Man habe einen Wall gebaut, der den Schall der Sprengungen nach oben richtet und feste Sprengzeiten eingeführt.

>>Epprechtstein in unserer Natursteindatenbank

(Der Originalartikel von Wolfgang Lindner erschien am 19.09.2011 in der Online-Ausgabe der Frankenpost.)

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(21.10.2011)

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