Obermeistertagung: Die Krise als Chance nutzen!

Rund 80 von 100 Obermeistern folgten der Einladung des Bun­desverbandes Deutscher Stein­metze (BIV) zur Obermeister­tagung am 20. November nach Bexbach. Die Karten kamen auf den Tisch. Probleme und Heraus­for­derungen wurden offen dis­kutiert.

Aus allen Landesteilen waren sie angereist, um Hintergründe zur Kündigung des BIV-Geschäftsführers und zum Rücktritt des Bundesinnungsmeisters zu erfahren. Und die Obermeister wurden nicht enttäuscht. Mutig legten die stellv. Bundesinnungsmeister Mando Kramer und Frank Schuster die Karten auf den Tisch: Es hat an Transparenz gefehlt, und zu viele Termine wurden von der Verbandsspitze im Alleingang durchgeführt. Der BIV wird sein Geschäftsjahr negativ abschließen, da die Einnahmen deutlich geringer waren als erwartet. In den kommenden Jahren sind Ersparnisse erforderlich, um den Haushalt zu konsolidieren.

Nina Pörtner, Geschäftsführerin des Berufsbildungswerks (bbw), hat mit Einverständnis der IG Bau nach der Kündigung von BIV-Geschäftsführer Wolfgang Simon die kommissarische Geschäftsführung beim BIV übernommen, bis dato unbezahlt. Bis zur Mitgliederversammlung am 13. Mai 2010 in Rostock wird sie die Geschäfte kommissarisch weiterführen und ab Januar dafür entgolten. Die Mitgliederversammlung muss dann entscheiden, wie weiter verfahren wird.

Mit voller Kraft voran
Gemeinsam mit den Landesinnungs- und Obermeistern wollen BIV-Vorstand und Geschäftsstelle die bestehenden Strukturen hinterfragen und dann gezielt so verändern, dass die Vereinigung des Deutschen Steinmetzhandwerks den aktuellen Herausforderungen zum Wohle aller Mitglieder optimal entsprechen kann, auch durch Kooperation mit Schwesterverbänden. Konstruktive Kritik aus den eigenen Reihen ausdrücklich erwünscht, betonten Mando Kramer, Frank Schuster sowie Gastgeber und BIV-Vorstandsmitglied Holger Kopp.

Diskutiert wurde auf der Obermeistertagung auch über die Zukunft der Branchenoffensive "Orte, die gut tun", die Gründung einer "Beratungsagentur Friedhofsentwicklung" und Varianten der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie. Weitere Einzelheiten erfahren Sie in unserer Dezember-Ausgabe.

(Erschienen am 25.11.2009)

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