Die Bürger haben gewählt
Der Grabmal-Ted 2008 ist entschieden. Sechs Monate lang haben die Bürger per Online-Abstimmung ihre Grabmal-Favoriten ermittelt. Am 16. April wurden die Sieger auf dem Nürnberger Leitfriedhof geehrt.
Mit dem Grabmal-Ted wollen die Veranstalter Naturstein und Aeternitas die Öffentlichkeit auf das Thema Friedhof und Grabmal aufmerksam machen und Möglichkeiten zur Grabmal-Gestaltung aufzeigen. Das ist – nach 2001, 2003 und 2005 – auch mit dem vierten Grabmal- Ted 2008 gelungen: Von September 2008 bis März 2009 haben annähernd 70 000 Internet-Nutzer die Webseite www.grabmalted.de besucht. Die Medien haben im gleichen Zeitraum mit einer Gesamtauflage von mehr als 7 Mio. über die Aktion berichtet.
Auch vonseiten der Branche war die Resonanz groß: 64 Betriebe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben insgesamt 109 Arbeiten eingereicht. In die Endrunde und damit zur Abstimmung kamen 20 von einer Jury ausgewählte Grabmale.
Die Gewinner
Der Ausgang des Grabmal-Teds 2008 war lange offen. Letztendlich haben die Bürger das Grabmal auf den ersten Platz gewählt, das auch die Jury zu ihrem Favoriten erklärt hatte. Gewonnen hat mit knapp 28 % der abgegebenen Stimmen eine Arbeit von Henner Gräf, Inhaber der SteinBildhauerei Gräf in Sprockhövel. Das Gemeinschaftsgrab mit dem Titel “Und meine Seele spannte ihre Flügel aus …” zeichnet sich durch eine bruchraue und gespitzte Oberflächenbearbeitung aus und ist aus ANRÖCHTER DOLOMIT gefertigt. Der stehende Grabstein (154 x 94 x 16 cm) öffnet sich nach oben. Preislich bewegt er sich zwischen 3 000 und 4 000 Euro.
Der Bildhauermeister Henner Gräf setzt konsequent auf individuelle, personenbezogene Gestaltung. Er verwendet dabei bevorzugt heimische oder auch europäische Materialien, darunter RUHRSANDSTEIN und Vulkangestein aus dem Siegerland. Mit seinen Arbeiten kam er u. a. schon 2003 beim Wettbewerb “manufaktum” unter die Besten. Gräf fertigt neben Grabmalen u.a. auch Skulpturen, Brunnen und Design-Objekte.
Spuren im Sand
Mit 9 % der abgegebenen Stimmen erreichten Hilmar und Markus Gröger, Inhaber der Gebrüder Gröger GmbH in Ottobrunn, den zweiten Platz im Grabmal-Ted. Die von Markus gestaltete Arbeit “Spuren im Sand” greift symbolhaft persönliche Vorlieben und Hobbies des Verstorbenen auf, die mit den bewegten Formen des Steins kombiniert sind. In ihr Grabmal aus EICHSTÄTTER JURAKALK (42 x 128 x 25 cm) sind Fußabdrücke eingearbeitet, ein Hinweis auf die Vorliebe des Verstorbenen, am Meer spazieren zu gehen, um vom Berufsalltag zu entspannen. Die Schrift scheint mit einem Stock in den Sand geschrieben zu sein. Das Grabmal mit gespitzter, überstockter und stark herausgeschliffener Oberflächenbearbeitung bewegt sich in einem Preisrahmen von 2 000 bis 3 000 €. Gestaltungen der Grögers waren in der Vergangenheit u. a. schon auf der BUGA 2005 zu sehen, wo drei Arbeiten der Brüder ausgestellt waren, die zwei Silbermedaillen und eine Belobigung erhielten.
Der Grabmal-Ted hat sich für die Grögers nicht nur wegen der guten Platzierung gelohnt: “Schon während der Abstimmungsphase kamen Neukunden auf uns zu. Sie waren durch den Ted aufmerksam geworden”, freut sich Markus Gröger.
Trauer und Hoffnung
Den dritten Platz belegt die Steinbildhauerei Vincent aus Wetter/Ruhr mit ihrem Gemeinschaftsgrabmal “Ort der Trauer und der Hoffnung” (7,7 % Stimmen). Laut Inhaber Timothy Vincent rückt seine Arbeit vom Verstorbenen ab und orientiert sich an den Bedürfnissen der Hinterbliebenen. Ihnen bietet das Gemeinschaftsgrab mit einer Lichterstele als Zentrum Platz zum Verweilen und für Trauerrituale. Angehörige können sich zurückziehen, Kerzen anzünden, ihre Trauer in Gesprächen verarbeiten oder auch schweigen. Für seine Arbeit hat Vincent RUHRSANDSTEIN verwendet, die Oberfläche ist naturglatt und feingeschliffen. Sein Grabmal liegt preislich bei über 4000 €.
Kontakt:
www.grabmal-ted.de
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