Deutscher Naturstein-Preis zweimal vergeben

- Das neue L-Bank-Gebäude auf dem Karlsruher Schlossplatz (Foto: Maximilian Meisse, Berlin)

- Das Stadtarchiv in Halle mit seinem turmartigen erhält ebenfalls den Deutschen Naturstein-Preis
Auf der diesjährigen Stone+tec wird wieder der Deutsche Naturstein-Preis verliehen. Der Architekturpreis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und wird vom Deutschen Naturstein-Verband (DNV) und vom Bund Deutscher Architekten (BDA) alle zwei Jahre für für innovative, qualitätvolle und nutzerorientierte Projekte aus Naturstein im Innen- und Außenbereich vergeben. Gefördert wird er von der NürnbergMesse. Diesmal wurden anspruchsvolle Baukonzepte aus fast 70 eingereichten Projekten ausgewählt.
Sieger aus Köln und Berlin
Die Jury ermittelte gleich zwei Preisträger: Gewonnen haben die Architekturbüros WEINMILLER ARCHITEKTEN (Berlin) und kister scheithauer gross architekten und stadtplaner (Köln). Erstere haben beim Neubau der L-Bank Landeskreditbank Baden-Württemberg auf dem Schlossplatz in Karlsruhe u.a. beigen Kalkstein verwendet, der in Anlehnung an römisches Ziegelmauerwerk massiv aufgemauert wurde und das Erscheinungsbild des Gebäudes laut Jury maßgeblich prägt. Der Bau füge sich überzeugend in den barocken Stadtgrundriss mit seinen acht auf das Schloss ausgerichteten Blöcken ein. Mit der Wahl des Steinformats würden die Ziegelfassaden der Nachbargebäude auf intelligente Weise zitiert und neu interpretiert. Das noble Gebäude mit massiven Wandflächen und eingeschnittenen Öffnungen führe das Thema bauen mit Stein auf überzeugende Weise auf seine ursprünglichen Qualitäten zurück und bereichere den Karlsruher Schlossplatz um ein Stück zeitlose Kultur, so die Juroren.
Stadtarchiv Halle/Saale
Die Kölner Architekten und Stadtplaner kister scheithauer großerhalten den Deutschen Natursteinpreis für den Neubau des Stadtarchivs in Halle/Saale. Für den Turm des Archivs wurde Muschelkalk eingesetzt. Vertikale Öffnungen wurden mit mit Backsteinen in der Farbe des Altbaus ausgefacht. Die Jury überzeugte u.a. das Spiel mit Natur- und Backstein sowie die Umsetzung im massiven, konstruktiven Wandaufbau. Die Architekten hätten eine architektonische überzeugende und eigenständige Antwort für die Ergänzung eines historischen Gebäudes gefunden.
Besondere Anerkennung
Auch in diesem Jahr wurden nicht nur die Sieger ermittelt, sondern auch zahlreiche besondere Anerkennungen und lobende Erwähnungen ausgesprochen. Besondere Anerkennungen erhielten die Architekten Günter Hermann Architekten, Stuttgart, für die Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Berlin, waechter + waechter architekten bda, Darmstadt, für den Umbau des Plenarsaalgebäudes Hessischer Landtag in Wiesbaden und Hilmer & Sattler und Albrecht Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, für den Block B der Lenbach Gärten und für das The Charles Hotel in München.
Die Preisverleihung findet am 22. Mai in der EventArea auf der Stone+tec statt.



