Austausch über Steinbearbeitung
Am 23. und 24. November 2011 fand am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität in Hannover die "1st International Conference on Stone and Concrete Machining" (ICSCM) statt. Mehr als 80 Experten aus aller Welt nutzten die Möglichkeit, sich über aktuelle und künftige Entwicklungen bei der Herstellung und im Einsatz von Werkzeugsystemen sowie zu Strategien für die Naturstein und Baustoffbearbeitung auszutauschen.
Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Anwender sowie Maschinen- und Werkzeughersteller damit auseinandersetzen, welche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit aktuelle Herstellungs- und Bearbeitungsprozesse bieten und welche technologischen Entwicklungen die Branche in Zukunft erwartet. Die internationale Konferenz zur Stein- und Betonbearbeitung, zu der das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen erstmals einlud, bot mit insgesamt 33 Vorträgen zu drei Schwerpunktthemen eine erstklassige Gelegenheit dazu.
Neue Werkzeugsysteme und Strategien
Nach Übersichtsvorträgen zur Entwicklung der Naturstein und Bauwerkstoff verarbeitenden Industrie bildeten neue Erkenntnisse rund um den Bearbeitungsprozess den ersten Schwerpunkt. Vorgestellt wurden neue Werkzeugsysteme und Strategien zur Prozessführung, mit denen sowohl die Maschinenenergie als auch der Verschnitt von Naturstein verringert
werden kann.
Eine ökologische und ökonomische Verbesserung der Gesteinsbearbeitung strebten auch die Referenten des Schwerpunkts Prozesscharakterisierung an. Analyseverfahren stellen beispielsweise sicher, dass die Trennschleifscheibe unter idealen Betriebspunkten betrieben wird. Das steigert neben der Zuverlässigkeit auch die Lebenszeit des Werkzeugs und optimiert so das wirtschaftliche Ergebnis der Bearbeitung.
Das Thema Werkzeugherstellung rundete das Programm der Konferenz ab. Zahlreiche Beiträge dokumentierten das noch abrufbare Potenzial, das eine verbesserte Zusammensetzung der metallurgischen Werkzeugbestandteile birgt. Eine Fortsetzung der Veranstaltung ist für 2013 bereits in Planung.
Weitere Informationen zum Kongress: Benjamin Konopatzki, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover,
Tel. 0511/7625959, icscm@ifw.uni-hannover.de.
(21.12.2011)




