Austausch über neue Prüfungsverordnung
Zu einem internen Erfahrungsaustausch über die neue Meisterprüfungsverordnung trafen sich Ulrike Ader, Leiterin der Meisterschule Aschaffenburg, und ihre Kollegen Günter Dittmann (Technikerschule Königslutter) und Bernward Fiedler (Technikerschule Freiburg) am 15. Oktober in Aschaffenburg. Ebenfalls anwesend waren der Vorsitzende der Aschaffenburger Prüfungskommission, OStD Anton Kunkel, sowie Hilmar Klein und Ludwig Schollenberger von der Prüfungskommission des BBZ Stein + Bau in Mainz.
"Das Treffen war außerordentlich wertvoll für alle Beteiligten", so Ader. Ein Austausch spare nicht nur Zeit und Energie der einzelnen Schulleiter, sondern sei auch im Interesse des Gesamthandwerks. "In Bezug auf die neue Prüfungsordnung ist es wichtig, dass alle Beteiligten verfahrenstechnisch und inhaltlich an einem Strang ziehen", meint die Schulleiterin.
Im Rahmen des Treffens erarbeiteten die Teilnehmer einen Brief an den Bundesverband Deutscher Steinmetze. Darin schlagen sie vor, einen Runden Tisch mit Schulleitern und Leitern der Prüfungskommissionen zu veranstalten. Gemeinsam könne man so die gravierenden Änderungen in der Prüfungsverordnung im Sinne des Berufsstandes besprechen und gestalten. Dazu gehöre u.a. die Erstellung einer Aufgabensammlung und die Schulung der Prüfer.
Besser informieren
Laut Ulrike Ader werde die neue Philosophie der geänderten Verordnung noch weit reichende Folgen haben. Die Schulleiterin sieht den Bundesverband in der Verantwortung, die Meisterfortbildung bewusst mitzugestalten und zu lenken. "Es kann nicht sein, dass in einem so übersichtlichen Gewerk einem Schulungszentrum für angehende Meister nicht einmal die neue Lehrgrundlage vorliegt", äußerte Ader.
Als Beispiel führte sie das BBZ Stein + Bau in Mainz an. Den Mitgliedern der Prüfungskommission wäre nicht bekannt gewesen, dass der BDS bereits im Sommer 2008 in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk einen Rahmenlehrplan erstellt habe. "Dessen Ziel war und ist es, den Meisterschulen die Arbeit zu erleichtern und den neuen Prüfungsanforderungen durch eine angepasste Unterrichtsvorbereitung gerecht zu werden", so die Schulleiterin. Sie räumt jedoch auch ein: "Es handelt sich hierbei wirklich nur um einen 'Rahmen' – viele Detailfragen müssen noch diskutiert werden."
Mit einer Führung durch die Kunstwerkstätte Gröters in Obernau klang das Fachtreffen schließlich aus.




