Prince statt Columbus

Christoph Kolumbus soll vom Sockel gestoßen werden. Zumindest in St. Paul, Hauptstadt des US-Bundesstaats Minnesota. Dort steht eine opulente Statue des Seefahrers, der 1492 Amerika entdeckt hat. Kritiker haben eine Petition gestartet und verlangen, das Denkmal zu entfernen. Die Initiatoren schlagen vor, stattdessen ein Standbild des im letzten Jahr verstorbenen Musikers Prince aufzustellen. "Statt einen Mann zu glorifizieren, der Schwarze und Ureinwohner auslöschen wollte, sollten wir Mitglieder unserer Gesellschaft ehren, deren Führung wir inspirierend finden", heißt es zur Begründung. Prince stammte aus Minneapolis im Bundesstaat Minnesota.

In den USA wird derzeit vielerorts gefordert, Denkmäler, die an die weiße Vorherrschaft und Sklaverei erinnern, zu beseitigen. U.a. mussten in Baltimore bereits vier Statuen von Militärs der ehemaligen Südstaaten-Armee weichen. Die Südstaaten kämpften im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 – 1865) für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville (Virginia) hat im Frühjahr beschlossen, aus einem Park eine Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee zu entfernen. Dagegen demonstrierten im August Rechtsradikale, es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten.

(4.11.2017)


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