Funktionsorientierte Materialverbindung ohne Hilfsmittel

An der Fachschule für Steintechnik und Gestaltung in Wunsiedel wird seit einem Jahr zusätzlich zum Steintechniker die Ausbildungsrichtung zum staatlich geprüften Gestalter in der Fachrichtung "Interdisziplinärer Gestaltung" angeboten. Eines der Projekte im Rahmen dieser Ausbildung war der Entwurf und die Ausführung eines Sitzobjektes aus zwei verschiedenen Materialien. Anknüpfend an die Entwicklung einer funktionslosen Materialverbindung mit einem reinen Objektcharakter sollte innerhalb des Projektes eine funktionsorientierte Materialverbindung entwickelt werden.

 

Dabei musste die Verbindung so einfach wie möglich konzipiert sein und durfte nicht geklebt, geschraubt, oder genagelt werden um eine umweltfreundliche bzw. nachhaltige Lösung zu finde. Die Funktion der Materialverbindung sollte sich jedem Betrachter selbstverständlich erschließen. Trotz einfacher Funktion wurde dabei auf den Gestaltungscharakter des Objekts geachtet um ein Möbelstück zu erstellen, mit dem man leben möchte und welches man nicht wegwirft. Eine gute Lösung zeichnet sich auch dadurch aus, wenn nichts mehr vereinfacht oder weggelassen werden kann. Alles ist auf das absolut Nötigste reduziert.


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(Veröffentlicht am 14. November 2017)

Autorin: Christine Kulgart