Friedhof heute: ALLEN gut tun

In einem Wasserbecken fassen goldene Behältnisse je vier Urnen. Sie scheinen dort zu schwimmen. Am Rand des Beckens kann man Schrifttafeln mit Namen ablegen. (Foto: karres+brands Landschapsarchitecten BV, NL-Hilversum)

Friedhöfe brauchen eine nachvollziehbare Leitidee. Sie müssen die Wünsche der Hinterbliebenen berücksichtigen und "gut tun", so der Landschaftsarchitekt und Städtebauer Bart Brands. Wie so ein Friedhof aussehen kann, zeigt der von ihm und seiner Partnerin Sylvia Karres revitalisierte "Nieuwe Oosterbegraafplaats" in Amsterdam.

Das Museum Tot Zover

Am Eingang des "Nieuwe Oosterbegraafplaats" in Amsterdam befindet sich das "Uitvaart Museum Tot Zover". Das niederländische Bestattungsmuseum ist ein Museum, das den Umgang mit Tod, Trauer und Gedenken anschaulich vorstellen möchte. Die Idee, ein Museum für Begräbnis- und Trauerriten aus aller Welt zu gründen, wurde schon in den 1960er Jahren entwickelt. 1990 wurde dann die Stiftung "Niederländisches Bestattungsmuseum" gegründet. 2000 einigte man sich auf den Ort für das Museum, direkt am größten Friedhof des Landes. Im März 2005 begannen die Bau- und Renovierungsarbeiten. Im Dezember 2007 wurde das Museum eröffnet. Die Sammlung umfasst alles, was im Zusammenhang mit Begräbnisriten und Trauerritualen steht: Gemälde, Totenmasken, Särge, Grabsteine, Urnen und Leichenwagen. Die permanente Ausstellung ist in die Bereiche Trauerrituale und Erinnerungen gegliedert. Sie stellt in anschaulichen Darstellungen Bestattungsriten aus aller Welt vor. Daneben gibt es immer wieder Sonderschauen, die sich mit verschiedenen Themen der gesellschaftlichen Traditionen von Tod und Trauer beschäftigen. Im Museum befindet sich auch das Café Roosenburgh.

Kruislaan 124, NL-1097 GA Amsterdam

Tel. 0031 20 6940482, www.totzover.nl

Öffnungszeiten

Museum Tot Zover, Di. – So. 11 – 16 Uhr

Café Roosenburgh, tägl. von 11 – 16 Uhr

Mehr dazu lesen Sie in Naturstein 11/2017.


(Veröffentlicht am 2. November 2017)

Autorin: Christine Kulgart


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