Rote Zahlen aus Italien

Der italienische Natursteinexport schrieb 2008 rote Zahlen. Einzige Ausnahme bildet die Ausfuhr von Rohblöcken und Rohtafeln aus Marmor und Travertin. Die Daten des statistischen Bundesamtes in Italien (ISTAT) für das Jahr 2008 wurden von der Internazionale Marmi e Macchine Carrara S.p.A. (IMM) bearbeitet. Die besten Ergebnisse konnten demnach die traditionsreichen Materialien erzielen. Insgesamt wurden 4,3 Mio. t Naturwerkstein für 1,8 Mrd. € exportiert. Importiert wurden 2,8 Mio. t im Wert von 547 Mio €. Das entspricht einem Rückgang von 5,4 % nach Tonnage und einem Minus von 6,5 % nach Wert. Positive Zahlen ergeben sich nur bei Marmor und Travertin als Blöcke und Rohtafeln.

Der Export in die USA ist mengenmäßig um 24 % und wertmäßig um 19,8 % weiter eingebrochen. Rückläufig ist auch die Ausfuhr in die EU (-11 % nach Tonnage, -10 % nach Wert). Die stärksten Einbußen verzeichnet Deutschland.

Eine zumindest bescheidene Zuwachsrate lässt sich innerhalb der EU nur bei den Exporten nach Polen und in die Slowakei verzeichnen. Die Ausfuhr in die Schweiz bleibt stabil bei 204.000 t, allerdings ist der Warenwert mit fast 10 Mio. € rückläufig, was sich bei den Granitfertigarbeiten (-2,9 %) besonders niederschlägt.

Der Nahe Osten schneidet mit 180 Mio. € (+3 % nach Menge, +14 % nach Wert) wegen der Position “Marmor- und Travertin-Fertigarbeiten” positiv ab. Diese verzeichnen Zuwachsraten von 12,6 % in der Menge und 17,6 % im Wert (ca. 130 Mio. €).

Alexandra Becker

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