Gestaltungswettbewerb: Arbeiten ausgezeichnet

Mit Gold ausgezeichnet: Arbeit von Haarer+Schwämmle, Maintäler Sandstein
Gold: Stefan Machmer, Cannstatter Travertin, Cor-Ten-Stahl

Die Sieger im Gestaltungswett­be­werb Grab­zeichen 2009 wurden am 18. Juni im Museum für Sepulkralkultur in Kassel geehrt. Insgesamt verlieh die Jury vier Gold-, elf Silber- und 21 Bronzemedaillen unter 83 eingereichten Arbeiten. Die Bewertungskriterien waren wie im letzten Jahr Form, Bearbeitung, Schrift, Symbol und der Gesamteindruck. Das besondere an diesem Wettbewerb: Im Gegensatz zu den auf Gartenschauen gezeigten Grabmalen müssen die eingereichten Arbeiten auf dem Friedhof stehen.

Dass die Entscheidung nicht leicht fiel, betonte Gerold Eppler, Jury-Mitglied und stellv. Direktor des Museums für Sepulkralkultur: »Die Sieger haben sich gegen große Konkurrenz durchgesetzt.« Zwölf der 24 Wettbewerbsteilnehmer sind Innungsmitglieder des LIV Baden-Württemberg, jeweils einer gehört zu den Innungen Hessen-Nord, Süd-Schwaben, Berlin, Aachen, Oberbayern und zwei zu Krefeld; fünf Teilnehmer sind keine Innungsmitglieder.

Wettbewerb jetzt offener
Großen Wert legen die Juroren nach wie vor auf die Nachbesprechung der ausgezeichneten Arbeiten. Sie fand am Tag nach der Preisverleihung statt. Jeder Teilnehmer hatte dort die Möglichkeit, eine ausführliche Begründung für die Bewertung seines Grabzeichens zu erhalten.

"Im Laufe der Jahre ist der Wettbewerb offener geworden", stellte Jury-Mitglied Jörg Failmezger fest. "Es geht uns heute ausschließlich um die gute Gestaltung der Grabmale – egal sie ob handwerklich oder industriell gefertigt wurden." Als Material müsse nicht zwangsweise Naturstein verwendet werden und wer an dem seit 1995 bun­desweit ausgeschriebenen Wettwerb teilnehmen möchte, müsse weder Innungsmitglied noch gelernter Steinmetz sein. "Für das nächste Jahr würden wir uns wünschen, dass mehr Gemeinschaftsgrabanlagen eingereicht werden", sagte Failmezger. "Bisher waren fast nur Einzelgräber unter den Arbeiten."

Für mehr frischen Wind im Wettbewerb soll künftig ein häufigerer Wechsel unter den Jurymitgliedern und ihrem Vorsitzenden sorgen.

Hier finden Sie Bilder der ausgezeichneten Arbeiten.

(Erschienen am 6.7.2010)

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