Wettbewerb "Neue Wege auf dem Friedhof!"

Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (AFD) und unter der Schirmherrschaft von Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, haben Verbände der am Friedhof beteiligten Gewerke und Organisationen rund um den Friedhof den bundesweiten Wettbewerb "Neue Wege auf dem Friedhof!" ausgeschrieben. Einsendeschluss war der 28. Februar 2017.  

Am 16. März 2017 tagte die Jury zum Wettbewerb "Neue Wege auf dem Friedhof!" in den Räumlichkeiten des Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) in Frankfurt am Main. Die 7 Juroren begutachteten und bewerteten alle insgesamt 29 Einreichungen (siehe Artikel). Das Ergebnis: 6 nominierte Projekte/Konzepte. Die Sieger werden am Donnerstag, 4. Mai 2017, von 13:45 bis 18:00 Uhr bei einer festlichen Abschlussveranstaltung mit interessantem Rahmenprogramm geehrt. Veranstaltungsort ist der Meistersaal des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin. Für Musik und das leibliche Wohl der Gäste wird gesorgt.
Alle Interessenten werden gebeten, sich unter Angabe des Namens und der Personenzahl unter
info@biv-steinmetz.de bis zum 21. April 2017 anzumelden.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Bundesverband Deutscher Steinmetze
Sybille Trawinski
Weißkirchener Weg 16
60439 Frankfurt
Tel. 069 570098-84
s.trawinski@biv-steinmetz.de

 

Innovative und zukunftsfähige Ideen für die Gestaltung und den Betrieb bürgernaher Friedhöfe
Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist es, innovative und zukunftsfähige Ideen für die Gestaltung und den Betrieb bürgernaher Friedhöfe zu entwickeln und praktisch umzusetzen. Viele Friedhofsverwaltungen müssen sich den großen Veränderungen auf unseren Friedhöfen stellen. Der Spagat zwischen zurückgehendem Flächen­bedarf, v.a. aufgrund zunehmender Konkurrenzangebote außerhalb des Friedhofs und gleichzeitig veränderter An­sprüche der Hinterbliebenen und anderer Friedhofsnutzer, stellen eine enorme Herausforderung dar. Nicht selten wird auf diese Entwicklungen einerseits mit steigenden Gebühren und andererseits mit punktuellen Insellösungen in Form einzelner Grabanlagen reagiert. Der Blick auf den Friedhof als Gesamtheit fehlt zumeist. Traditionelle und regionalspezifische Besonderheiten werden oft zu wenig beachtet. Die veränderten Bedürfnisse der Friedhofsnutzer werden nicht überall berücksichtigt. Folge ist eine weiter sinkende Akzeptanz der Friedhöfe bei der Bevölkerung.

Spirale durchbrechen
Diese Spirale kann nur gebrochen werden, wenn sich neue (Gestaltungs-)Ideen in den bestehenden Friedhof integrieren, die ausbaubar sind, das Bedürfnis der Bevölkerung treffen und sich im Selbstverständnis des Friedhofes widerspiegeln. Die Initiatoren des Wettbewerbs suchen daher innovative und kreative Ideen für konkrete Friedhöfe bzw. größere Friedhofsareale.


Grabstättenkonzepte wie die Ruhegemeinschaft in Bovenden werden im Rahmen des Wettbewerbs gesucht.(Foto: Janine Füllgrabe)

Bewertungsbereiche im Wettbewerb
Die Wettbewerbsideen sollten:
• nachweislich in das Gesamtkonzept des Friedhofes integriert sein (Beschreibung des Konzepts im Gesamtzusammenhang der Friedhofsgestaltung unter Berück­sichtigung der aktuellen und zu erwartenden Entwicklungen, der örtlichen und zeitgeschichtlichen Gegebenheiten, z.B. Denkmalschutz),
• sich sinnvoll in die bestehende Angebotspalette einfügen,
• den lokalen/regionalen und sozialen Gegebenheiten und dem Friedhofstyp entsprechen,
• die regionale Bevölkerungs­struktur widerspiegeln (dabei sind auch Angebote für konfessionslose Menschen, andere Kulturen und Religionen zu berücksichtigen),
• den Bedarf und die Bedürfnisse der Friedhofsnutzer berücksichtigen (ein nachfrage- und bedürfnisorientiertes Bestattungsangebot darstellen),
• Körperbestattung und Urnen­beisetzungen ermöglichen,
• Grabstättenkonzepte mit indi­vi­duellen Grabzeichen für jede Grabstätte bevorzugen,
• Trauerhandlungen am Grab ermöglichen,
• innovativ sein und hohe gestal­terische Qualität aufweisen,
• Aufenthaltsqualität für Trauernde oder auch andere Friedhofsnutzer anstreben,
• ausbaufähig und damit zukunfts­fähig sein,
• Öffentlichkeitsarbeit für das Konzept in Verbindung mit dem Gesamtfriedhof vorsehen,
• gesellschaftliche Akzeptanz erwarten lassen,
• sich nachweislich im Selbstverständnis des Friedhofs wider­spiegeln (Beratung, Verkauf, Gebühren, Dienstleistungen).

Einreichung 
Bewerben konnten sich Arbeitsgemeinschaften, die mindestens aus einer Friedhofsverwaltung und zwei Gewerken (Friedhofsgärtner, Steinmetze, Bestatter) bestehen. Die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort ist wünschenswert.

Einzureichen war eine begonnene oder fertige Planung bzw. Umsetzung für einen bzw. auf einem existierenden Friedhof in Form nachvollziehbarer Pläne und ggf. Modelle oder Fotos sowie ein ausführlicher Bewerbungstext, in dem die Umsetzung der oben genannten Anforderungen und weiter unten aufgelisteten Bewertungsbereiche hinreichend erläutert sind.

Notwendige Unterlagen zur Einreichung:

  • Ausgefülltes Anmeldeformular mit Kennnummer (siehe Ausschreibungsunterlagen (PDF))
  • Ausgefülltes Formular der Konzeptbeschreibung (siehe Ausschreibungsunterlagen (PDF))
  • Pläne und Zeichnungen in maximal DIN-A0
  • Digitaler Datenträger mit allen eingereichten Fotos, Grafiken etc. in druckfähigem Format und druckfähiger Qualität

Optionale Unterlagen zur Einreichung:

  • Fotos der Anlagen, Modelle etc.
  • weitere Unterlagen

Die unterzeichneten Anmeldeunterlagen waren zu schicken an:

Bundesverband Deutscher Steinmetze
z. H. Geschäftsführerin Sybille Trawinski
Weißkirchener Weg 16
60439 Frankfurt

Bewerbungsunterlagen
Die ausführlichen Ausschreibungsunterlagen, den Anmeldebogen und das Formular zur Konzeptbeschreibung können Sie hier in einem Dokument herunterladen:
Ausschreibungsunterlagen (PDF)
Hinweis: Das pdf kann direkt am PC ausgefüllt oder ausgedruckt und handschriftlich ausgefüllt werden.

Einsendeschluss
Einsendeschluss für den Wettbewerb war der 28. Februar 2017. Es gilt das Datum des Poststempels.

Verfahren und Preise
Die Jury bewertete anhand der eingereichten Unterlagen und in Bezugnahme auf die Bewertungsbereiche. Sie hat die Zuteilung der Platzierung und das jeweilige Preisgeld festgelegt. Die Entscheidung der Jury ist endgültig.

Der Wettbewerb ist insgesamt mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 20.000 € honoriert. Das Preisgeld soll für das jeweilige Projekt vor Ort eingesetzt werden. Die Verteilung des Preisgeldes obliegt der Jury. Es gibt keinen Anspruch der Teilnehmer auf Ausschüttung des gesamten Preisgelds und auf Veränderung des jeweiligen Preisgelds. Die Preisträger werden durch die Initiatoren und die Medienpartner bei der Umsetzung durch eine gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf Bundes- und regionaler Ebene begleitet.

Die Initiatoren
Initiatoren des Wettbewerbs sind der Zent­ralverband der Deutschen Naturwerkstein-Wirtschaft e.V. (ZDNW) mit dem Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) und dem Deutschen Naturwerkstein-Verband (DNV) sowie der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im ZVG e.V. Kooperationspartner sind der Verband der Friedhofsverwalter Deutschland (VFD) und der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK). Medienpartner sind die Fachzeitschriften "Naturstein" und "Friedhofskultur".
 

 
Die Initiatoren und Kooperationspartner des Friedhofswettbewerbs
 
Die Jury 
Zur Jury gehören der AFD-Vorsitzende Matthäus Vogel, der stellv. Bundesinnungsmeister BIV Hermann Rudolph, DNV-Vorstandsmitglied Josef Kusser, die BdF-Vorsitzende Birgit Ehlers-Ascherfeld, der Landschafts- und Friedhofsplaner Dr. Martin Venne, der VFD-Vorsitzende Jan Gawryluk und der VFFK-Vorsitzende Andreas Mäsing (Jurymitglieder sind von der Teilnahme aus­geschlossen). Warum Sie am Wettbewerb teilnehmen sollten, erklären Ihnen die Jurymitglieder hier.

Susanne Storath

(Erschienen am 23.03.2017)